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Mit dieser Überschrift beginnt der Artikel, welcher am 12.03.2008 der TA entnommen wurde

Philatelisten, Motivsammler, Ornithologen, Natur- und Heimatfreunde haben sich den 10. April längst rot in ihrem Kalender angestrichen. Dann kommt die Sonderbriefmarke "100 Jahre Staatliche Vogelschutzwarte Seebach" an die Postschalter. Neben obligatorischen Sonderstempeln der Deutschen Post in Bonn und Berlin hat der Förderverein für einen dritten Stempel gesorgt.



Von Reiner SCHMALZL SEEBACH. Acht Vögel sitzen auf Ästen und blicken gleichzeitig auf ein von Bäumen umschlossenes Gemäuer, die stilisierte Wasserburg Seebach aus dem 12. Jahrhundert, die älteste Vogelschutzwarte Deutschlands. Sie dient als Heim für kranke und pflegebedürftige Vögel und als Brutstätte vieler Vogelarten. In dem Gemäuer nisten Falken, Dohlen, Eulen und andere Vogelarten. Mit einer Sonderbriefmarke wird der Einrichtung zum 100-jährigen Bestehen ein besonderes Denkmal gesetzt. Das Geburtstagspräsent kommt am 10. April an die Postschalter.
Eine Wettbewerbs-Jury hat das von dem Berliner Designer Detlef Glinski entworfene Motiv ausgewählt. Nicht weniger interessant sind die hier vorgestellten drei Konkurrenzentwürfe.
Wie üblich wird die Erstausgabe von Sondermarken von schmuckvollen Sonderstempeln in Berlin und Bonn gekrönt. Den Bonner Ersttagsstempel ziert ein Jungvogel; auf dem Berliner Stempel ist ein Vogelpaar mit seinem Nachwuchs dargestellt. Beide Stempel stammen aus der Feder von Detlef Glinski.
Das bevorstehende Jubiläum und das einmalige Ereignis der Herausgabe einer Sonderbriefmarke nutzt auch der Förderverein der Vogelschutzwarte Seebach nach Angaben seines Vereinsvorsitzenden Hans-Martin Menge, um den Nestor des Vogelschutzes, Dr. h. c. Sittich Hans Freiherr von Berlepsch (1857-1933), zu ehren. Deshalb erscheint am 17. April zur offiziellen Markenpräsentation mit Ehrengästen in Seebach ein weiterer Stempel.
Grundlage dafür war ein Foto aus der Zeit um 1930, auf dem der Freiherr einen Zaunkönig in seiner Hand hält.
Ein Team der Deutschen Post ist am 17. April vor Ort und gibt neben der Briefmarke auch den Sonderstempel "99998 Weinbergen Ortsteil Seebach" an Sammler und Interessierte ab. Über eine Sonderstempelstelle der Deutschen Post ist dieser schmucke Stempel dann noch vier Wochen lang erhältlich.
Passend zu den philatelistischen Dingen gibt es eine neue Postkarte von der Vogelschutzwarte in Seebach. Als Postkartenporto wird die 45-Cent-Marke künftig also millionenfache Grüße aus Seebach in alle Welt tragen. Das 12,5 Quadratzentimeter kleine Kunstwerk mit den gefiederten Zweibeinern und dem Seebacher Wahrzeichen befindet sich übrigens in guter Gesellschaft, denn am 10. April erscheint unter anderem ein Wert aus der Serie "Für den Umweltschutz" mit dem Eisbären Knut. Mit dem bevorstehenden Ereignis kommt erstmals seit der Wiedervereinigung eine Einrichtung in einem Dorf des Unstrut-Hainich-Kreises zu Briefmarkenehren. Auf ähnliche Weise waren bereits der Nationalpark Hainich (2000) sowie der Mühlhäuser Architekt Johann-August Röbling (2006) bedacht worden.

Entnommen TA am 12.03.08

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